Bestes Trinkwasser aus regionalem Anbau
In Ufernähe entdeckt man dort häufig Deckel von Brunnen, die 30 bis 170 Meter in die Tiefe führen. Aus ihnen wird Grundwasser in die Tegeler Trinkwasseraufbereitungsanlage gepumpt. Über große Zulaufrohre gelangt das sogenannte Rohwasser zunächst in die Belüftungsanlage. Hier versprühen es viele kleine Düsen. Nach langer Zeit im Boden kommt das Wasser so wieder mit Sauerstoff in Berührung. Anschließend wird es gründlich gefiltert und man erhält sauberes, klares Trinkwasser. Dieses wird zunächst in mächtigen unterirdischen Reinwasserbehältern zwischengespeichert. Je nach Tages- oder Jahreszeit verbraucht die Stadt unterschiedlich viel Trinkwasser. Der Druck im Rohrnetz soll aber immer konstant bleiben und die Menge sich dem Bedarf anpassen. Darauf achten die Mitarbeiter*innen in der Schaltwarte. Nebenan im Maschinenhaus arbeiten große Pumpen, die das Trinkwasser über das rund 8.000 Kilometer umfassende Rohrnetz in die Haushalte transportieren. Zusätzlich gibt es starke Notstromaggregate. Sie halten das Wasserwerk bei einem Stromausfall am Laufen und versorgen es mit Energie. Um die vorzügliche Qualität des Berliner Trinkwassers jetzt und in Zukunft zu sichern, sind weite Teile des Werks erst kürzlich saniert worden. Die Arbeiten während des laufenden Betriebs bedeuteten für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Doch die Expert*innen-Teams vor Ort leisteten ganze Arbeit. In der Trinkwasseraufbereitungsanlage wurden das Dach, die Fassade und die Filterhallen erneuert sowie die Lüftungsanlage, die Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Elektrotechnik modernisiert. Auf der Fassade des Giebels sind nun die künstlerisch gestalteten Gründer des ersten Wasserwerks zu sehen. Darüber hinaus erfolgte in den Verdüsungs- und Reaktionskammern der Belüftertürme eine Betonsanierung, außerdem wurden die Rohrleitungen sowie die Fassade erneuert. Auch der Brandschutz wurde verbessert und zusätzliche Fluchtwege geschaffen. In das sich über mehrere Jahre und Bauteile erstreckende Projekt haben die Berliner Wasserbetriebe insgesamt rund 31 Millionen Euro investiert – und so die Wasserversorgung am Standort Tegel für die Zukunft gesichert.
Wenn alle Berlinerinnen und Berliner Wasser aus der Leitung trinken, können pro Jahr mehr als 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Das Berliner Wasser kommt direkt ins Haus und muss nicht erst große Wege zurücklegen, bis man es konsumieren kann. Um diese Zusammenhänge bereits dem Nachwuchs zu vermitteln, öffnen die Berliner Wasserwerke für Klassen ab dem 4. Schuljahr ihre Tore zur Welt der Wasserversorgung. Zudem bilden die Berliner Wasserbetriebe junge Menschen in den Berufen aus, die für die Umsetzung der Energiewende dringend gebraucht werden. Mit einer Fachkräfteinitiative möchte man als eines der großen Umweltunternehmen Berlins den eigenen Fachkräftebedarf auch in Zukunft decken.
Das Wasserwerk Tegel liegt direkt am Tegeler See und versorgt als eines der größten Wasserwerke Berlin mit Trinkwasser von bester Qualität
Berliner Wasserbetriebe
Berliner Wasserbetriebe – Wasserwerk Tegel
Bernauer Str. 140
13507 Berlin




